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Über Virtuosi Rossiniani

Die Virtuosi Rossiniani unter der Leitung von Francis Benichou und der Assistenz von Patricia Marchon haben sich zum Ziel gesetzt, die Aufführungspraxis zur Zeit Rossinis zu erforschen und die Musik des Meisters aus Pesaro und seiner Zeitgenossen in stilistisch korrekten, musikalisch spannenden sowie überraschenden Versionen zu präsentieren.

In Rezitals, Darbietungen von Opernauszügen und Aufführungen ganzer Werke wollen die jungen italienischen und schweizerischen MusikerInnen den immensen Varianten- und Farbenreichtum präsentieren, der diese Werke zur Zeit ihrer Entstehung auszeichnete.

Lassen Sie sich von den Virtuosi Rossiniani mit auf eine spannende Reise in die goldenen Jahre des Belcanto entführen, als legendäre SängerInnen wie Manuel Garcia, Maria Malibran oder Isabella Colbran die Meisterwerke jener Tage Abend für Abend spontan und mit eigenen Ideen bereichert neu kreierten…

 

LEITUNG

Francis Benichou: Musikalische Leitung, Projektleitung 

Francis Benichou studierte in seiner Heimatstadt Zürich Klavier bei Prof. Eckart Heiligers und setzte bereits hier einen Schwerpunkt auf die Arbeit mit SängerInnen. Es folgten Studien in Gesang bei Prof. Christian Immler an der HEMU Lausanne – Fribourg sowie in Orchesterleitung bei Prof. Antonino Fogliani und Opernkorrepetition bei Prof. Silvano Zabeo am Conservatorio G. Tartini in Trieste. Weitere Impulse erhielt er in Meisterkursen u.a. bei den Dirigenten Donato Renzetti, Gianluigi Gelmetti und Alberto Zedda.

Seit 2018 wirkt Francis Benichou als 2. Kapellmeister und Studienleiter am Theater Orchester Biel Solothurn und übernimmt in der Spielzeit 2018/19 die musikalische Leitung von «Pollicino». Des Weiteren wird er Vorstellungen von «La Cenerentola», «Les Fées du Rhin» und «Madama Butterfly» dirigieren. Zuvor war er am TOBS seit 2016 als Studienleiter mit Dirigierverpflichtung engagiert und dirigierte Vorstellungen von «Don Pasquale», «La notte di un Nevrastenico», «Gianni Schicchi», «Les pêcheurs de perles», «Lucio Silla», «Il barbiere di Siviglia», «Die lustige Witwe», «Mitridate, re di Ponto» sowie Tschaikowskys «Iolanta». Bei letztgenannter Produktion übernahm er u. A. auch die Solothurner Premiere.

2017 erreichte der junge Dirigent das Finale der 7. Edition der Blue Danube International Opera Conducting Competition in Rousse, Bulgarien. In der Spielzeit 2015/16 war Francis Benichou als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater für Niedersachsen in Hildesheim engagiert und debütierte hier als Dirigent mit der «Zauberflöte» von W. A. Mozart. Von 2013 bis 2015 arbeitete er am Opernfestival «Rossini in Wildbad» als assistierender Dirigent, chef de chant sowie als Korrepetitor und begleitete Meisterkurse bei Raúl Gimenez und Lorenzo Regazzo. 2013 assistierte er Antonino Fogliani am Theater St.Gallen in der Produktion von G. Verdis «Attila». Ferner arbeitete er während mehrerer Jahre als Chorleiter, Klavierlehrer und Sänger. Weiterhin wirkt er als freiberuflicher Korrepetitor und Liedbegleiter. Ein besonderes Anliegen ist ihm ein differenziertes Rollenstudium, weshalb er als Coach SängerInnen bei der Einstudierung neuer Partien unterstützt.

Seine sich eng an Quellen R. Wagners anlehnende, eigene Instrumentierung der «Wesendonck-Lieder» wurde im November 2015 unter seiner Leitung uraufgeführt. 2014 wurde sein Buch «Verzierungs- und Variationspraxis in den italienischen Opern Rossinis» von der Deutschen Rossini Gesellschaft veröffentlicht. Zeitgleich mit dieser Publikation leitete Francis Benichou Aufführungen der Oper Rossinis «Maometto II» in einer von ihm verzierten Fassung in Frankfurt, Verona, Zürich, Basel, Fribourg und Murten. 2012 wurde der Artikel «Variabilität stilgerechter Schlussverzierungen in der Musik Rossinis» in der Zeitschrift «La Gazzetta» veröffentlicht.

 

Patricia Marchon: Assistenz Projektleitung

Seit mehreren Jahren arbeitet Patricia Marchon neben ihrer Tätigkeit als Klavierlehrerin an der Musikschule Konservatorium Zürich mit Leidenschaft als Sängerin (Mezzosopran). Als Solistin hatte sie etwa die Altpartie in Vivaldis «Gloria 589», Rossinis «Petite Messe solennelle» oder als Sopran 2 Bachs «h-Moll-Messe» gesungen. Ihr Interesse am klassischen Gesangsrepertoire ist breitgefächert. So singt sie oft im Rahmen von Kirchenkonzerten Oratorienarien vom Barock bis zur Moderne und war in einzelnen Opernprojekten zu hören. Sie widmet sich ebenfalls gerne dem Lied und tritt gemeinsam mit ihrem Ehemann Francis Benichou in Rezitals auf. Auch als Mitglied von professionellen Ensembles (Zürcher Singakademie, Vokalensemble Liebfrauen Zürich) oder Verstärkung in Kirchenchören (Bach Ensemble Zürich, La Caecilia –Murten) wirkte sie regelmässig.

Nach ihrem Abschluss an der Universität Freiburg 2007 belegte sie parallel zu ihrer Arbeit als Sekundarlehrerin und zu ihrem Zweitstudium in Klavier an der Haute Ecole de Musique de Lausanne/Fribourg (Master Pädagogik) mit Begeisterung Gesangsstunden. Daher absolvierte sie 2012 am Konservatorium Fribourg bei M.-F- Schuwey ein Zertifikat in Gesang. Sie belegte im Anschluss daran Stunden bei Sylvia Giepmans, Mezzosopran, und erhielt wichtige Impulse vom Opernsänger Lorenzo Regazzo im Rahmen der Belcanto Akademie des Rossini-Festivals in Wildbad (D).

Daraufhin bildete sie sich während drei Jahren bei Valentin J. Gloor weiter, bei dem sie einen Schwerpunkt auf das Oratorium und das Lied setzte. Patricia Marchon hat an der Zürcher Hochschule der Künste ein Nachdiplomstudium in Gesang Klassik Performance bei der Opernsängerin Yvonne Naef in Angriff genommen. Gleichzeitig unterrichtet sie weiterhin mit Engagement an MKZ und ist konzerttätig.

 

Reto Müller: Musikwissenschaftlicher Beirat

Reto Müller, 1964 in Basel geboren, war während 25 Jahren Betriebsdisponent/ Fahrdienstleiter bei der Schweizerischen Bundesbahn, ehe er sich 2010 als Rossini-Spezialist selbständig machte. Bereits seit 1979 beschäftige er sich als Operngänger, Sammler – seine Rossini-Porträtsammlung wurde 1993 und 1999 in Ausstellungen an der Staatsoper Stuttgart und in Bad Wildbad präsentiert – und Forscher intensiv mit Rossini. Er verfasste zahlreiche Beiträge und Rezensionen für Vereinspublikationen, Opernzeitschriften wie auch Programmhefte.

Seit 1991 arbeitet er beim Festival ROSSINI in Wildbad, wo er beratende und organisatorische Tätigkeiten übernimmt und ist seit 1992 freier Mitarbeiter der Fondazione Rossini (Pesaro/Italien), u. a. bei den Publikationen Bollettino del Centro Rossiniani di Studi und Lettere e Documenti. Seit 2011 ist er zudem Mitglied und Sekretär des Wissenschaftlichen Beirats der Fondazione Rossini.

Seine Tätigkeit ist eng mit der Deutschen Rossini Gesellschaft (DRG) verbunden. So ist er seit 1990 Mitglied der DRG, war von 1993-96 Schriftführer dieser Gesellschaft und leitet die DRG seit 1996 als Geschäftsführender Vorsitzender. Er ist auch Herausgeber des DRG-Mitteilungsblattes und der Jahreszeitschrift „La Gazzetta“.

 

SOLIST/-INNEN

Stefano Cianci: Bariton

Nachdem Stefano Cianci die „Scuola di Teatro Studio Integrato Nazionale“ besucht hatte, absolvierte er sein Diplom in Operngesang am Konservatorium “Santa Cecilia” in Rom bei Annamaria Ferrante mit Bestnoten. Zusätzliche Impulse erhielt er in Mannheim bei Alejandro Ramirez sowie in diversen Meisterkursen, unter anderem bei Renato Bruson, Renata Scotto, Raul Gimenez, Raina Kabaivanska, Luciana Serra, Enzo Dara, Luigi Alva, William Matteuzzi, Alfonso Antoniozzi und Lorenzo Regazzo. Für all diese Kurse war er Preisträger von Stipendien. Momentan perfektioniert er sich bei Raul Gimenez sowie bei Dado Rinaldi.

2009 war er Finalist des Wettbewerbs As.Li.Co sowie des 39. Concorso internazionale TOTI DAL MONTE, wodurch er weitere Stipendien sowie, im Falle von As.Li.Co, auch ein Rollenangebot erhielt. 2012 gewann er den Wettbewerb SPIROS ARGIRIS.

Zu den zahlreichen Opernrollen, die er interpretierte, zählen unter anderem Belcore (L’elisir d’amore), Papageno (Die Zauberflöte), Geronimo (Il matrimonio segreto), Dandini (La Cenerentola), Uberto (La serva padrona), Peter (Hänsel und Gretel), Masetto (Don Giovanni), Don Prudenzio (Il viaggio a Reims), Fiorillo (Il barbiere di Siviglia), Marullo (Rigoletto), Morales (Carmen), Il Marchese d’Obigny (La Traviata) oder Procolo (Le convenienze e inconvenienze teatrali).

In konzertanten Aufführungen sang er u. a. Figaro, Conte (Le nozze di Figaro), Don Giovanni (Don Giovanni) sowie Guglielmo und Don Alfonso (Così fan tutte). Dabei sang er an Opernhäusern wie dem Teatro Real in Madrid, Teatro Grande di Brescia, Teatro Communale di Bologna, Teatro Sociale di Como oder dem Teatro Verdi di Pisa sowie an diversen Festivals wie dem „Sarzana Opera Festival“ oder dem „Festival sul lago di Como“.

 

Bendetta Bagnara: Sopran

Benedetta Bagnara, geboren 1983 in Bologna, begann ihre Musikausbildung mit Klavierstunden. Bereits im Alter von 12 Jahren belegte sie zusätzlich Gesangstunden und schloss ihr Diplom in Gesang 2005 am Conservatorio „F. Venezze“ in Rovigo hervorragend ab. Zu ihren Lehrern zählten Giovanna Giovannini, William Matteuzzi, Alain Billard, Sherman Lowe und aktuell Fernando Cordeiro Opa. 2008 schloss sie zudem den Bachelor in „Musica e Spettacolo“ an der Universität von Bologna mit Bestnoten ab.

Parallel zu ihrer Ausbildung besuchte sie diverse Meisterkurse bei Claudio Desderi, Sherman Lowe, Paolo Coni, Leone Magiera, Federico Bertolani, Fernando Cordeiro Opa und Bruno Nicoli. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe (1. Preis Valerio Gentile 2006, 2. Preis Rinaldo Pelizzoni 2009, 4. Preis Deiva Marina 2011, 3. Preis Giuseppina Cobelli 2011) und war Finalistin des Wettbewerbs der Stadt Bologna 2007.

Ihr breites Repertoire umfasst Komponisten aller Stilepochen bis in die Moderne. So debütierte sie im Juli 2007 als Annina (La Traviata), Page (Rigoletto) und Ines (Il Trovatore) am “Festival dei Presìdi di Orbetello”. 2008 wurde sie von den Kritikern für ihr Debut als Savitri (Savitri) von G. Holst am Teatro Guardassoni in Bologna gefeiert. In Aufführungen der Petite Messe Solennelle von G. Rossini wirkte sie als Solistin. 2012 sang sie anlässlich des “Festa dell’Opera” in Brescia während des Eröffnungskonzertes am Teatro Grande di Brescia. Ferner debütierte sie im Rahmen des As.Li.Co-Opernstudios für junge Sänger als Senta in R. Wagners Fliegender Holländer am Teatro Sociale in Como und sang diese Rolle auch im “Circuito Lirico Lombardo” sowie in Theatern in Turin, Modena, Bologna, Cremona, Pavia und Rom. In Travo debütierte sie in der Rolle der Leonora (Il Trovatore) und in Piacenza verkörperte sie im September die Titelrolle in Verdis Luisa Miller.

 

Giuseppe Veneziano: Tenor

 

Raffaella Lupinacci: Mezzosopran

Raffaella Lupinacci wurde 1984 in Acri geboren und besuchte das Konservatorium S. Giacomantonio ihrer Heimatstadt, wo sie ihr Diplom in Operngesang abschloss. Sie führte ihre Studien bei Mirella Freni und Carlo Desideri weiter und perfektioniert sich aktuell bei Fernando Opa. Bereits im Alter von 17 Jahren nahm sie an der vierten Ausgabe des europäischen Wettbewerbs „Antonio Miserendino“ teil und fand grossen Anklang bei Publikum und Kritikern.

2007 begann sie in Zusammenarbeit mit dem Orchester Serrensamble unter der Leitung von Francesco Perri ihre Konzerttätigkeit, indem sie am Teatro „A. Rendano“ in Cosenza sang. Ihr Operndebüt gab sie 2011, ebenfalls am Teatro „A. Rendano“ in Cosenza, in der Rolle der Tisbe in Rossinis Cenerentola und war Teilnehmerin an der Produktion von Rigoletto. Im Sommer 2012 nahm sie an der Accademia Rossiniana in Pesaro teil und debütierte dabei als Marchesa Melibea und Modestina in Il viaggio a Reims von Rossini. Es folgte unter anderem ein Engagement in Der fliegenden Holländer von Wagner im Rahmen des „Opera Domani“ Projekts von As.Li.Co mit einer Tournee durch ganz Italien. 2013 kehrte sie nach Pesaro zurück und interpretierte am Rossini Opera Festival Zulma in L’Italiana in Algeri.

In Zusammenarbeit mit As.Li.Co war sie als Emilia in Rossinis Otello in Como, Cremona, Pavia, Brescia sowie als Isaura in Tancredi von Rossini in Pavia, Cremona, Como und Brescia zu hören, wo sie auch die Titelrolle dieser Oper interpretierte. Weitere Projekte waren unter anderem Verdis Otello und eine Verdi-Gala in Antwerpen sowie die Petite Messe Solennelle in Saint-Etienne unter der Leitung von Alberto Zedda.

 

Patricia Marchon: Mezzosopran