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Über Virtuosi Rossiniani

Die Virtuosi Rossiniani unter der Leitung von Francis Benichou und der Assistenz von Patricia Marchon haben sich zum Ziel gesetzt, die Aufführungspraxis zur Zeit Rossinis zu erforschen und die Musik des Meisters aus Pesaro und seiner Zeitgenossen in stilistisch korrekten, musikalisch spannenden sowie überraschenden Versionen zu präsentieren.

In Rezitals, Darbietungen von Opernauszügen und Aufführungen ganzer Werke wollen die jungen italienischen und schweizerischen MusikerInnen den immensen Varianten- und Farbenreichtum präsentieren, der diese Werke zur Zeit ihrer Entstehung auszeichnete.

Lassen Sie sich von den Virtuosi Rossiniani mit auf eine spannende Reise in die goldenen Jahre des Belcanto entführen, als legendäre SängerInnen wie Manuel Garcia, Maria Malibran oder Isabella Colbran die Meisterwerke jener Tage Abend für Abend spontan und mit eigenen Ideen bereichert neu kreierten…

 

LEITUNG

Francis Benichou: Musikalische Leitung, Projektleitung

                        

Francis Benichou, geboren 1987, studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Zürich Klavier und schloss 2009 mit dem Klavierlehrdiplom ab. Anschliessend absolvierte er ein Studium in Gesang an der HEMU Lausanne. Lag ihm schon während dieser Studien die Oper, insbesondere die Werke Rossinis und der anderen Komponisten des Belcanto, am Herzen, bildet er sich momentan zusätzlich am Conservatorio G. Tartini in Triest beim auf die italienische Oper spezialisierten Dirigenten Antonino Fogliani in Orchesterleitung aus. Weitere wichtige Impulse erhielt er u. a. in der Accademia Rossiniana unter der Leitung des führenden Rossini-Dirigenten Alberto Zedda.

Aufgrund seiner breitgefächerten Ausbildung ist auch sein Berufsfeld entsprechend variantenreich. So sang er sowohl in Opern (u. a. der Opéra de Fribourg) als auch Oratorien (u. a. als Solist mit dem Capriccio Barockorchester in der Tonhalle Zürich unter der Leitung von Ulrich Meldau). Gleichzeitig betreute er mehrere Jahre eine Klavierklasse in Zürich Schlieren. Des Weiteren arbeitet er als Korrepetitor (u. a. am Belcanto Festival „Rossini in Wildbad“ 2013) und assistierte am letztgenannten Festival dem Dirigenten Federico Longo bei der Produktion von Le Chalet von A. Adam oder A. Fogliani an den St.Galler Feststpielen 2013 bei der Produktion von G. Verdis Attila. Parallel dazu wirkt er seit 2011 als Chorleiter der Caecilia Murten.

Francis Benichou widmet sich intensiv der Erforschung einer stilgerechten, historisch korrekten Aufführungspraxis des Belcanto, mit Schwerpunkt auf die Werke Rossinis, und schreibt regelmässig Verzierungen für SängerInnen. So erklangen seine Verzierungen an den Rossini Opern-Festivals von Pesaro und Bad Wildbad. Für die Deutsche Rossini Gesellschaft ist Francis Benichou auch als Autor von Texten, die sich mit der Aufführungspraxis der Rossinischen  Werke beschäftigen, tätig.

 

Patricia Marchon: Assistenz Projektleitung

Patricia Marchon, 1984 geboren, studierte an der Universität Freiburg im Rahmen ihrer Sekundarlehrerausbildung Germanistik, Musikwissenschaft sowie Französisch und erlangte ihr Diplom 2007. Danach ergriff sie, parallel zu ihrer fünfjährigen Tätigkeit als Sekundarlehrerin (Musik) an der Orientierungsschule Region Murten, ihr Klavierstudium an der Musikhochschule Lausanne – Standort Freiburg bei Gregor Camenzind und Pierre Goy. Sie setzte ihre Studien beim Pianisten Ricardo Castro fort und schloss diese 2013 mit dem Master Klavier Pädagogik ab.

Da der Gesang ihre grosse Leidenschaft ist, leitete Patricia Marchon einen Kinder- und Jugendchor und belegte während des Klavierstudiums Gesangsstunden in den Klassen von Monique Volery und Marie-Françoise Schuwey. 2012 absolvierte sie am Konservatorium Freiburg das Gesangs-Zertifikat und bildet sich nun bei der Mezzosopranistin Sylvia Giepmans weiter.

Sie wirkte als Oratoriensängerin unter anderem im Bach Ensemble Zürich sowie als Solistin mit der Kantorei Enge und dem Barockorchester Capriccio Basel unter der Leitung von Ulrich Meldau und singt regelmässig als Solistin mit der Caecilia Murten unter der Leitung von Francis Benichou.

Patricia Marchon widmet sich ebenfalls musikwissenschaftlichen Themen. So setzte sie sich im Rahmen des Klavierstudiums mit der Interpretation zu Beethovens Zeit wie auch historischen Tasteninstrumenten auseinander und durfte für diese Arbeit einen Preis von der Hochschule entgegen nehmen.

Seit 2012 ist sie hauptberuflich als Klavierlehrerin an der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) tätig.

 

Reto Müller: Musikwissenschaftlicher Beirat

Reto Müller, 1964 in Basel geboren, war während 25 Jahren Betriebsdisponent/ Fahrdienstleiter bei der Schweizerischen Bundesbahn, ehe er sich 2010 als Rossini-Spezialist selbständig machte. Bereits seit 1979 beschäftige er sich als Operngänger, Sammler – seine Rossini-Porträtsammlung wurde 1993 und 1999 in Ausstellungen an der Staatsoper Stuttgart und in Bad Wildbad präsentiert – und Forscher intensiv mit Rossini. Er verfasste zahlreiche Beiträge und Rezensionen für Vereinspublikationen, Opernzeitschriften wie auch Programmhefte.

Seit 1991 arbeitet er beim Festival ROSSINI in Wildbad, wo er beratende und organisatorische Tätigkeiten übernimmt und ist seit 1992 freier Mitarbeiter der Fondazione Rossini (Pesaro/Italien), u. a. bei den Publikationen Bollettino del Centro Rossiniani di Studi und Lettere e Documenti. Seit 2011 ist er zudem Mitglied und Sekretär des Wissenschaftlichen Beirats der Fondazione Rossini.

Seine Tätigkeit ist eng mit der Deutschen Rossini Gesellschaft (DRG) verbunden. So ist er seit 1990 Mitglied der DRG, war von 1993-96 Schriftführer dieser Gesellschaft und leitet die DRG seit 1996 als Geschäftsführender Vorsitzender. Er ist auch Herausgeber des DRG-Mitteilungsblattes und der Jahreszeitschrift „La Gazzetta“.

 

SOLIST/-INNEN

Stefano Cianci: Bariton

Nachdem Stefano Cianci die „Scuola di Teatro Studio Integrato Nazionale“ besucht hatte, absolvierte er sein Diplom in Operngesang am Konservatorium “Santa Cecilia” in Rom bei Annamaria Ferrante mit Bestnoten. Zusätzliche Impulse erhielt er in Mannheim bei Alejandro Ramirez sowie in diversen Meisterkursen, unter anderem bei Renato Bruson, Renata Scotto, Raul Gimenez, Raina Kabaivanska, Luciana Serra, Enzo Dara, Luigi Alva, William Matteuzzi, Alfonso Antoniozzi und Lorenzo Regazzo. Für all diese Kurse war er Preisträger von Stipendien. Momentan perfektioniert er sich bei Raul Gimenez sowie bei Dado Rinaldi.

2009 war er Finalist des Wettbewerbs As.Li.Co sowie des 39. Concorso internazionale TOTI DAL MONTE, wodurch er weitere Stipendien sowie, im Falle von As.Li.Co, auch ein Rollenangebot erhielt. 2012 gewann er den Wettbewerb SPIROS ARGIRIS.

Zu den zahlreichen Opernrollen, die er interpretierte, zählen unter anderem Belcore (L’elisir d’amore), Papageno (Die Zauberflöte), Geronimo (Il matrimonio segreto), Dandini (La Cenerentola), Uberto (La serva padrona), Peter (Hänsel und Gretel), Masetto (Don Giovanni), Don Prudenzio (Il viaggio a Reims), Fiorillo (Il barbiere di Siviglia), Marullo (Rigoletto), Morales (Carmen), Il Marchese d’Obigny (La Traviata) oder Procolo (Le convenienze e inconvenienze teatrali).

In konzertanten Aufführungen sang er u. a. Figaro, Conte (Le nozze di Figaro), Don Giovanni (Don Giovanni) sowie Guglielmo und Don Alfonso (Così fan tutte). Dabei sang er an Opernhäusern wie dem Teatro Real in Madrid, Teatro Grande di Brescia, Teatro Communale di Bologna, Teatro Sociale di Como oder dem Teatro Verdi di Pisa sowie an diversen Festivals wie dem „Sarzana Opera Festival“ oder dem „Festival sul lago di Como“.

 

Bendetta Bagnara: Sopran

Benedetta Bagnara, geboren 1983 in Bologna, begann ihre Musikausbildung mit Klavierstunden. Bereits im Alter von 12 Jahren belegte sie zusätzlich Gesangstunden und schloss ihr Diplom in Gesang 2005 am Conservatorio „F. Venezze“ in Rovigo hervorragend ab. Zu ihren Lehrern zählten Giovanna Giovannini, William Matteuzzi, Alain Billard, Sherman Lowe und aktuell Fernando Cordeiro Opa. 2008 schloss sie zudem den Bachelor in „Musica e Spettacolo“ an der Universität von Bologna mit Bestnoten ab.

Parallel zu ihrer Ausbildung besuchte sie diverse Meisterkurse bei Claudio Desderi, Sherman Lowe, Paolo Coni, Leone Magiera, Federico Bertolani, Fernando Cordeiro Opa und Bruno Nicoli. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe (1. Preis Valerio Gentile 2006, 2. Preis Rinaldo Pelizzoni 2009, 4. Preis Deiva Marina 2011, 3. Preis Giuseppina Cobelli 2011) und war Finalistin des Wettbewerbs der Stadt Bologna 2007.

Ihr breites Repertoire umfasst Komponisten aller Stilepochen bis in die Moderne. So debütierte sie im Juli 2007 als Annina (La Traviata), Page (Rigoletto) und Ines (Il Trovatore) am “Festival dei Presìdi di Orbetello”. 2008 wurde sie von den Kritikern für ihr Debut als Savitri (Savitri) von G. Holst am Teatro Guardassoni in Bologna gefeiert. In Aufführungen der Petite Messe Solennelle von G. Rossini wirkte sie als Solistin. 2012 sang sie anlässlich des “Festa dell’Opera” in Brescia während des Eröffnungskonzertes am Teatro Grande di Brescia. Ferner debütierte sie im Rahmen des As.Li.Co-Opernstudios für junge Sänger als Senta in R. Wagners Fliegender Holländer am Teatro Sociale in Como und sang diese Rolle auch im “Circuito Lirico Lombardo” sowie in Theatern in Turin, Modena, Bologna, Cremona, Pavia und Rom. In Travo debütierte sie in der Rolle der Leonora (Il Trovatore) und in Piacenza verkörperte sie im September die Titelrolle in Verdis Luisa Miller.

 

Giuseppe Veneziano: Tenor

 

Raffaella Lupinacci: Mezzosopran

Raffaella Lupinacci wurde 1984 in Acri geboren und besuchte das Konservatorium S. Giacomantonio ihrer Heimatstadt, wo sie ihr Diplom in Operngesang abschloss. Sie führte ihre Studien bei Mirella Freni und Carlo Desideri weiter und perfektioniert sich aktuell bei Fernando Opa. Bereits im Alter von 17 Jahren nahm sie an der vierten Ausgabe des europäischen Wettbewerbs „Antonio Miserendino“ teil und fand grossen Anklang bei Publikum und Kritikern.

2007 begann sie in Zusammenarbeit mit dem Orchester Serrensamble unter der Leitung von Francesco Perri ihre Konzerttätigkeit, indem sie am Teatro „A. Rendano“ in Cosenza sang. Ihr Operndebüt gab sie 2011, ebenfalls am Teatro „A. Rendano“ in Cosenza, in der Rolle der Tisbe in Rossinis Cenerentola und war Teilnehmerin an der Produktion von Rigoletto. Im Sommer 2012 nahm sie an der Accademia Rossiniana in Pesaro teil und debütierte dabei als Marchesa Melibea und Modestina in Il viaggio a Reims von Rossini. Es folgte unter anderem ein Engagement in Der fliegenden Holländer von Wagner im Rahmen des „Opera Domani“ Projekts von As.Li.Co mit einer Tournee durch ganz Italien. 2013 kehrte sie nach Pesaro zurück und interpretierte am Rossini Opera Festival Zulma in L’Italiana in Algeri.

In Zusammenarbeit mit As.Li.Co war sie als Emilia in Rossinis Otello in Como, Cremona, Pavia, Brescia sowie als Isaura in Tancredi von Rossini in Pavia, Cremona, Como und Brescia zu hören, wo sie auch die Titelrolle dieser Oper interpretierte. Weitere Projekte waren unter anderem Verdis Otello und eine Verdi-Gala in Antwerpen sowie die Petite Messe Solennelle in Saint-Etienne unter der Leitung von Alberto Zedda.

 

Patricia Marchon: Mezzosopran